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Menschen · KI-Jobzähler

Abfindung statt Kündigung: Microsoft bietet 60.000 den Ausstieg an

In KW 44 verzeichnet der KI-Jobzähler 250 gestrichene Stellen, 25.000 angekündigte Stellenstreichungen und Abfindungsangebote an 60.000 Beschäftigte.

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Abfindung statt Kündigung: Microsoft bietet 60.000 den Ausstieg an

Die größte Zahl der Woche ist ein Angebot, keine Kündigung: Microsoft bietet rund 60.000 Beschäftigten eine freiwillige Abfindung an. Die niederländische Regierung kündigt rund 25.000 Stellen weniger im zentralen Staatsdienst an, KI ist dabei ein Hebel unter mehreren.

Was passiert ist

Microsoft (USA, Kanada, Großbritannien, Indien), 26. Oktober: freiwilliges Abfindungsangebot an rund 60.000 Beschäftigte in teilnehmenden Teams, etwa ein Viertel der Belegschaft, Frist Anfang Dezember. Art: angeboten. KI-Bezug: Kontext. Microsoft erwartet deutlich weniger Annahmen als die rund 30 Prozent beim Ruhestandsprogramm im Frühjahr und sagt, das Angebot bedeute nicht, dass weniger Personal gebraucht werde; im Umfeld steht hoher Kostendruck durch Ausgaben für Rechenzentren und KI. Niederländische Regierung, 26. Oktober: rund 25.000 Stellen im zentralen Staatsdienst sollen über mehrere Jahre wegfallen. Art: angekündigt. KI-Bezug: teilweise. KI ist ein Hebel neben dem Streichen von 500 Vorschriften pro Jahr und weniger externen Kräften; Ziel sind 900 Mio. Euro Einsparung pro Jahr ab 2027. Amazon (USA), 28. Oktober: rund 250 Stellen in der Gerätesparte gestrichen, vor allem in der Softwareentwicklung, laut Reuters. Art: gestrichen. KI-Bezug: Kontext. Amazon bestätigte eine kleine Zahl von Rollen ohne genaue Angabe und nennt eine Überprüfung der Struktur.

Was daraus folgt

Einordnung: In keinem der drei Fälle ist KI der alleinige Grund; zweimal steht sie im Umfeld, einmal ist sie einer von mehreren Hebeln. Die Woche verschiebt den Zähler vom Finanzsektor zu Technik und Staat. In KW 43 standen mit Barclays, Generali Deutschland und Sunrise drei angekündigte Abbauprogramme über zusammen 6.158 Stellen in Bank, Versicherung und Telekommunikation, gestrichene Stellen und Angebote gab es nicht. Mit den Niederlanden plant erstmals eine Regierung im Zähler einen Abbau, bei dem KI als Werkzeug genannt wird. Aus dem DACH-Raum kam in dieser Woche kein Eintrag. Ob aus den 60.000 Angeboten tatsächliche Abgänge werden, zeigt sich erst nach der Frist Anfang Dezember.

Was sich konkret ändert

Beschäftigte in Tech-Konzernen
Bei Microsoft ersetzen freiwillige Abfindungsangebote vorerst Kündigungen. Wie viele annehmen, ist offen; die Frist läuft bis Anfang Dezember.
Beschäftigte im Staatsdienst
In den Niederlanden sollen rund 25.000 zentrale Stellen über mehrere Jahre wegfallen, Polizei und Verteidigung ausgenommen. KI ist einer von mehreren Hebeln.
Software-Entwickler
Bei Amazon traf der Abbau von rund 250 Stellen laut Reuters vor allem die Softwareentwicklung in der Gerätesparte.

Worauf zu achten ist

Quellen

  1. GeekWire: Microsoft makes new voluntary exit offer to about a quarter of its workforce
  2. Bloomberg: Microsoft to Trim Workforce With Buyout Offers for 60,000 Staff
  3. The Edge (Bloomberg): Dutch govt plans to cut 25,000 jobs in AI-led overhaul
  4. Computable.nl: Kabinet rekent op ai voor forse bezuiniging op personeel
  5. Gemeente.nu: Aantal rijksambtenaren moet komende jaren met 25.000 dalen
  6. Business Today (Reuters): Amazon slashes 250 jobs after issuing new AI rulebook
  7. The Federal: Amazon lays off 250 employees in devices unit amid AI push
  8. American Bazaar: Amazon cuts 250 jobs in devices unit

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