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150.000 Bankjobs: Verdi will Regeln für KI, die Arbeitgeber lehnen ab

Verdi und der Arbeitgeberverband AGV Banken verhandeln am 2. November in Frankfurt in zweiter Runde für rund 150.000 Beschäftigte privater Banken; neben 6 Prozent mehr Gehalt fordert die Gewerkschaft verbindliche Regeln für den Einsatz von KI.

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150.000 Bankjobs: Verdi will Regeln für KI, die Arbeitgeber lehnen ab

In der Tarifrunde der privaten Banken steht KI als eigene Forderung neben dem Gehalt. Die Arbeitgeber wollen Beschäftigungssicherung, Personalplanung und Qualifizierung beim KI-Einsatz nicht im Tarifvertrag regeln.

Was passiert ist

Verdi fordert 6 Prozent mehr Gehalt bei 12 Monaten Laufzeit, 300 Euro mehr im Monat für Nachwuchskräfte und die Übernahme von Auszubildenden in Vollzeit. Dazu kommen verbindliche Regeln zu Beschäftigungssicherung, Personalplanung und Qualifizierung beim Einsatz von KI und im Umbau der Häuser sowie die Möglichkeit, Gehaltsteile in bis zu 20 zusätzliche freie Tage im Jahr umzuwandeln. In der ersten Runde am 8. Oktober legte der AGV Banken kein Angebot vor. Verhandlungsführer Thomas A. Lange lehnte strengeren Kündigungsschutz und tarifliche Regeln für Umbauprozesse ab und nannte die Gehaltsforderung deutlich zu hoch. Am 26. Oktober rief Verdi in Hamburg rund 3.500 Beschäftigte unter anderem von Deutscher Bank, Commerzbank und Unicredit zum ganztägigen Warnstreik auf, am Tag darauf folgte Baden-Württemberg. Einordnung: Der Druck auf Bankjobs ist belegt. Barclays kündigte im Oktober den Abbau von 5.000 Stellen an, Generali Deutschland 800. Santander hat KI-Werkzeuge allen 185.000 Beschäftigten freigegeben und will damit von 2026 bis 2028 mehr als 1 Mrd. Euro Geschäftswert erzielen.

Was daraus folgt

Kommt die KI in den Tarifvertrag, müssten Banken neue Werkzeuge mit Personal- und Weiterbildungsplänen verbinden, die für die ganze Branche gelten. Bleibt sie draußen, regelt das jedes Haus mit seinem Betriebsrat, der bei technischen Einrichtungen ohnehin mitbestimmt. Für die Häuser ist das ein Unterschied in Tempo und Kosten: Branchenregeln machen den Umbau planbarer und teurer, Hausregeln schneller und ungleicher. Einordnung: Ob Verdi die KI-Forderung gegen mehr Gehalt eintauscht oder hält, zeigt, wie viel Gewicht die Beschäftigten dem Thema geben. Die dritte Runde ist für den 23. November in Berlin angesetzt.

Was sich konkret ändert

Beschäftigte
Verdi fordert 6 Prozent bei 12 Monaten, 300 Euro mehr für Nachwuchskräfte und feste Regeln, wie Banken bei KI-Einsatz Personal planen und weiterbilden.
Bankkunden
Weitere Warnstreiks können einzelne Filialen treffen; die Arbeitgeber erwarteten bei den ersten Streiks keine spürbaren Folgen für den Betrieb.
Banken
Ohne tarifliche KI-Regeln bleibt der Einsatz Sache jedes Hauses und seines Betriebsrats; mit ihnen gelten Planungs- und Qualifizierungspflichten.

Worauf zu achten ist

Quellen

  1. DGB Tarifmeldung: Verdi ruft zu bundesweiten Warnstreiks bei privaten Banken auf
  2. Der Aktionär (dpa-AFX): Banken wollen nicht über KI-Schutz und Freizeit verhandeln
  3. Der Aktionär (dpa-AFX): Verdi ruft bundesweit zu Warnstreiks bei privaten Banken auf
  4. BornCity: Private Banken, Verdi fordert verbindliche Regeln für den KI-Einsatz
  5. Santander: AI-first strategy, access for all 185,000 employees

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