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Bürojobs im Umbau: Generali und Sunrise streichen 1.158 Stellen

Generali Deutschland will bis Ende 2030 rund 800 Stellen abbauen, Sunrise in der Schweiz spricht 358 Kündigungen aus; beide nennen KI als Werkzeug des Umbaus.

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Bürojobs im Umbau: Generali und Sunrise streichen 1.158 Stellen

Generali Deutschland kündigte am 23. Oktober an, rund 800 von etwa 9.100 Stellen abzubauen, drei Standorte zu schließen und einen dreistelligen Millionenbetrag in IT, Digitalisierung und KI zu investieren. Am selben Tag legte der Schweizer Telekomkonzern Sunrise nach dem Konsultationsverfahren 358 betriebsbedingte Kündigungen fest, 92 weniger als die im September geprüften 450.

Was passiert ist

Beide Fälle treffen Verwaltung und Büro, nicht Fabrikhallen. Generali erwartet nach Angaben der Börsen-Zeitung große Produktivitätsgewinne durch Digitalisierung und KI und will den Abbau über Altersteilzeit, Ruhestand und Fluktuation erreichen; betriebsbedingte Kündigungen sind nach bisherigem Stand nicht geplant. Aachen, Nürnberg und Stuttgart werden geschlossen, die Teams wechseln nach Köln, München und Karlsruhe. Die Verhandlungen mit dem Konzernbetriebsrat haben begonnen. Sunrise beschäftigt rund 2.900 Menschen und hatte schon im Februar 147 Stellen gestrichen. Das Unternehmen nannte im September den verstärkten Einsatz von KI und datengestützter Automatisierung als Hilfsmittel für das neue Betriebsmodell; als Ziele gelten Kostensenkung und Kundenerlebnis. Laut Blick sind vor allem IT, Marketing und Controlling am Hauptsitz Opfikon betroffen, Shops und Kundendienst kaum. Der Sozialplan wurde in der Konsultation mit der Gewerkschaft Syndicom vor allem für ältere Beschäftigte verbessert.

Was daraus folgt

Einordnung: Die beiden Unternehmen stehen für zwei Wege. Generali baut ab, indem frei werdende Stellen nicht neu besetzt werden; das schont die Belegschaft, verengt aber den Einstieg für Berufsanfänger. Sunrise kündigt direkt. In beiden Fällen ist KI nicht der einzige Grund, sondern ein Hebel neben Kostendruck, Standortkosten und Auslagerung. Für Beschäftigte in Sachbearbeitung, Controlling und interner IT heißt das: Wenn Routineaufgaben automatisiert werden, sinkt der Bedarf zuerst dort. Für Regionen wie Aachen, Nürnberg und Stuttgart gehen Büroarbeitsplätze verloren, auch wenn die Beschäftigten nach Generali-Angaben umziehen können. Welche Aufgaben konkret automatisiert werden, haben beide Unternehmen nicht offengelegt. Die Standortschließungen begründet Generali laut Börsen-Zeitung auch mit geringeren Gebäudekosten, weil mehr hybrid gearbeitet wird.

Was sich konkret ändert

Beschäftigte bei Generali
Abbau über Altersteilzeit, Ruhestand und Fluktuation; Teams aus Aachen, Nürnberg und Stuttgart sollen nach Köln, München und Karlsruhe wechseln.
Beschäftigte bei Sunrise
358 Kündigungen mit verbessertem Sozialplan, erstmals ergänzt um ein freiwilliges Austrittsprogramm in ausgewählten Bereichen.
Berufseinsteiger
Wenn frei werdende Stellen nicht nachbesetzt werden, entstehen in Sachbearbeitung und Verwaltung weniger Einstiegsjobs.

Worauf zu achten ist

Quellen

  1. Börsen-Zeitung: Generali Deutschland baut Stellen ab (23.10.2026)
  2. trend (APA): Generali streicht 800 Stellen in Deutschland
  3. IT Reseller: Sunrise streicht 358 Stellen (23.10.2026)
  4. La Télé (ATS): Sunrise édulcore son projet de restructuration, 358 postes biffés
  5. Blick: KI-Stellenabbau von Sunrise lässt Belegschaft zittern
  6. Netzwoche: Sunrise prüft Abbau von bis zu 450 Vollzeitstellen

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