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US-Wähler strafen Rechenzentren ab: Strom für KI wird politischer

Bei den Wahlen am 3. November gewannen Demokraten die Mehrheit in Georgias Energieaufsicht, zwei Städte in Ohio stimmten laut vorläufigen Ergebnissen für Verbote neuer Rechenzentren.

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US-Wähler strafen Rechenzentren ab: Strom für KI wird politischer

Die Stromrechnung war in mehreren Rennen das Argument gegen Rechenzentren, und es hat nach ersten Ergebnissen verfangen. Damit wird der Netzanschluss für den KI-Ausbau in den USA stärker zur politischen Verhandlungssache.

Was passiert ist

In Georgia gewannen die Demokraten Peter Hubbard und Sheila Edwards ihre Rennen für die Public Service Commission, die den Versorger Georgia Power reguliert. Damit halten sie dort eine Mehrheit von 3 zu 2, erstmals seit Jahrzehnten. Die Kommission entscheidet unter anderem, was Rechenzentren über ihre Tarife für Strom zahlen. Hubbard kündigte an, Stromrechnungen senken zu wollen statt Unternehmensgewinne zu steigern; nach seiner Schätzung verzichtet Georgia in diesem Jahr auf 3,5 Mrd. $ Steuern durch Vergünstigungen für Rechenzentren. Die Strompreise im Bundesstaat stiegen laut Heatmap und MIT in drei Jahren um mehr als 18 Prozent. Die Aktie des Mutterkonzerns Southern Company gab nachbörslich gut 0,5 Prozent nach. In Ohio lag ein Verbot neuer Rechenzentren in Trenton nach Teilergebnissen bei 77 zu 23 Prozent, in Urbana bei 73 Prozent der frühen Stimmen. Grist berichtet von Kandidaten in Ohio und South Carolina, die mit Kritik an Rechenzentren Amtsinhaber schlugen. Einordnung: Die Zahlen stammen aus der Wahlnacht, Endergebnisse stehen aus.

Was daraus folgt

Wenn Regulierer die Tarife für Großverbraucher anheben oder Anschlüsse verzögern, steigen die Kosten je Rechenzentrum und die Bauzeiten werden länger. Das trifft Betreiber, die ihren Ausbau zunehmend über Anleihen finanzieren, wie WORTH am 3. November beschrieb: Ihre Planung hängt dann stärker von Wahlen ab. Standorte in Bundesstaaten mit freundlicherer Politik oder im Ausland gewinnen an Wert. Für Unternehmen in Europa, die Cloud-Leistung aus den USA beziehen, ist das ein Kostenfaktor, der sich erst mit Verzögerung in Preisen zeigt. Einordnung: Ob die neue Mehrheit in Georgia die Tarife tatsächlich ändert, ist offen; die Kommission entscheidet laut Hubbard über Strom, nicht über Steuern oder Wasser.

Was sich konkret ändert

Cloud-Kunden
Steigen die Stromkosten für US-Rechenzentren, kann das mit Verzögerung auf Preise für Rechenleistung durchschlagen.
Anleger
Versorger und Rechenzentrumsbetreiber hängen stärker von Regulierern ab, die Stromkunden vor Kosten schützen wollen.
Unternehmen
Wer Rechenzentren plant, muss mit lokalen Abstimmungen rechnen; in Ohio stimmten Städte für Verbote.

Worauf zu achten ist

Quellen

  1. Heatmap: Democrats win control of Georgia's energy regulator
  2. Grist: What a historic blue-wave midterm means for climate action and data centers
  3. Dayton Daily News: Area cities ban data centers – Election 2026 live updates
  4. Journal-News: Trenton data center ban passes with nearly 80% of the vote

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