Steigen die Zinsen weiter, werden Kredite teurer und Tagesgeld besser
Fed und EZB entscheiden am 28. und 29. Oktober, nachdem beide im September angehoben haben; am Freitag folgen Inflation und Arbeitsmarkt für Deutschland.
Fed und EZB haben ihre Zinsen im September wegen hoher Inflation angehoben und entscheiden nun am 28. und 29. Oktober erneut. Am Freitag folgen BIP, Inflation und Arbeitsmarkt für Deutschland, am Samstag endet die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie.
Termine
| Mo 26. Okt. | ifo Geschäftsklima Oktober Erster Stimmungswert nach dem Inflationsanstieg im September; zuletzt stieg der Index auf 89,9 Punkte. |
| Mi 28. Okt. | BASF legt Zahlen zum dritten Quartal vor Der Chemiekonzern zeigt, wie stark die gestiegenen Energiepreise auf Kosten und Margen der energieintensiven Industrie durchschlagen. |
| Mi 28. Okt. | Zinsentscheid der US-Notenbank Fed Die Fed hat ihre Zielspanne im September auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben; der Entscheid prägt Dollar, Finanzierungskosten und Exportaussichten. |
| Mi 28. Okt. | Microsoft berichtet über das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 Die Ausgaben für Rechenzentren und die Umsätze mit KI-Diensten zeigen, ob das Investitionstempo in der KI anhält. |
| Do 29. Okt. | Zinsentscheid der EZB Nach der Anhebung des Einlagensatzes auf 2,50 Prozent im September entscheidet die EZB, ob sie bei 3,8 Prozent Inflation weiter strafft; das bestimmt Kredit- und Einlagenzinsen im Euroraum. |
| Do 29. Okt. | Volkswagen legt Neunmonatszahlen vor Der Wolfsburger Konzern berichtet zwei Tage vor Ende der Friedenspflicht in der Metallindustrie über Ergebnis und Ausblick. |
| Fr 30. Okt. | Destatis: BIP-Schnellmeldung drittes Quartal und Inflation Oktober Beide Zahlen zusammen zeigen, wie Wachstum und Preise in Deutschland nach dem Energiepreisanstieg zueinander stehen. |
| Fr 30. Okt. | Bundesagentur für Arbeit: Arbeitsmarkt im Oktober Die Zahlen zeigen, ob Energiepreise und steigende Zinsen den Arbeitsmarkt erreichen. |
| Sa 31. Okt. | Ende der Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie Die Entgelttarifverträge laufen aus, ab 1. November sind Warnstreiks möglich; die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Geld und eine Gewinnbeteiligung. |
Was sich konkret ändert
- Kreditnehmer
- Neue Kredite und auslaufende Zinsbindungen werden teurer, wenn die EZB weiter anhebt. Laufende Festzinsen bleiben unverändert.
- Sparer
- Tagesgeld- und Festgeldzinsen folgen dem Einlagensatz von derzeit 2,50 Prozent meist mit Verzögerung. Bei 3,8 Prozent Inflation bleibt der Zins nach Teuerung negativ.
- Unternehmen
- Betriebsmittel- und Investitionskredite verteuern sich mit jeder Anhebung. Das ifo-Geschäftsklima am Montag zeigt, wie die Firmen die Lage einschätzen.
- Metallindustrie
- Am 31. Oktober endet die Friedenspflicht. Ab dem 1. November sind Warnstreiks rechtlich möglich.
Worauf zu achten ist
- EZB-Einlagensatz: bleibt er bei 2,50 Prozent oder folgt die dritte Anhebung des Jahres
- Inflation Deutschland im Oktober: liegt sie über den 3,3 Prozent (VPI) vom September, Energie zuletzt +14,9 Prozent
- ifo Geschäftsklima: hält es sich über den 89,9 Punkten vom September
Quellen
- ifo Institut: ifo Geschäftsklima Deutschland, Veröffentlichungstermine
- BASF: Termin Ergebnisse drittes Quartal 2026
- Federal Reserve: Kalender Oktober 2026
- Federal Reserve: FOMC-Erklärung vom 16. September 2026
- Microsoft: Termin der Quartalszahlen (7. Oktober 2026)
- EZB: Sitzungskalender des EZB-Rats
- EZB: Geldpolitische Beschlüsse vom 10. September 2026
- Volkswagen AG: Finanzkalender 2026
- Destatis: Veröffentlichungstermine 26. bis 30. Oktober 2026
- Destatis: Inflationsrate im September 2026 voraussichtlich +3,3 %
- Bundesagentur für Arbeit: Veröffentlichungstermine 2026
- IG Metall: Tarifrunde Metall und Elektro 2026