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Fed pausiert, zwei wollen erhöhen: Dollar-Kredite bleiben teuer

Die US-Notenbank ließ den Leitzins am 28. Oktober bei 3,75 bis 4 Prozent; Lisa Cook und Beth Hammack stimmten für eine Erhöhung, die Rendite zehnjähriger US-Anleihen stieg wieder über 5 Prozent.

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Fed pausiert, zwei wollen erhöhen: Dollar-Kredite bleiben teuer

Der Offenmarktausschuss der Federal Reserve beließ den Leitzins mit 10 zu 2 Stimmen bei 3,75 bis 4 Prozent, zwei Mitglieder wollten ihn um einen Viertelpunkt anheben. Terminkontrakte preisen laut Bloomberg-Daten eine Wahrscheinlichkeit von rund 85 Prozent für eine Erhöhung am 9. Dezember ein.

Was passiert ist

Die Fed hatte im September erstmals seit mehr als drei Jahren die Zinsen erhöht. Die Pause ist kein Ende dieser Richtung. In der Erklärung heißt es, die Inflation bleibe erhöht; die Wirtschaft wachse kräftig, Produktivität und Investitionen seien stark. Zuletzt fielen unter anderem die Erzeugerpreise höher aus als erwartet. Fed-Chef Kevin Warsh sagte, die bisherigen Schritte begännen zu wirken, feste Schlüsse gebe es aber nicht; die Zwischenwahlen hätten keine Rolle gespielt. Die Märkte reagierten: Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen lag nach der Entscheidung bei 5,04 Prozent, die dreißigjährige zuvor bei rund 5,33 Prozent. Händler erwarten den Leitzins bis September 2027 bei knapp 4,7 Prozent. Hypothekenzinsen für 30 Jahre liegen laut Realtor.com bei rund 7,4 Prozent. Der Ölpreis für Dezember-Lieferungen notierte bei etwa 102 Dollar je Barrel, gestützt durch die Kämpfe im Nahen Osten.

Was daraus folgt

Einordnung: Steigen die US-Zinsen weiter, wird Geld in Dollar teurer, für Unternehmen mit US-Krediten ebenso wie für Konzerne, die den KI-Ausbau zunehmend über Anleihen bezahlen. Renditen über 5 Prozent ziehen Kapital in die USA; das kann den Dollar stützen und europäische Anleiherenditen mitziehen. Für deutsche Exporteure kann ein stärkerer Dollar Umsätze in Euro erhöhen, für Importeure von Öl und Vorprodukten verteuert er den Einkauf. Die EZB entscheidet heute, am 29. Oktober; ihr Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Zwei abweichende Stimmen für eine Erhöhung sind ein Hinweis, dass im Dezember eine Mehrheit dafür zustande kommen kann, eine Zusage ist es nicht.

Was sich konkret ändert

Unternehmen mit Dollar-Krediten
Wenn die Fed im Dezember erhöht, steigen variable Zinsen auf Dollar-Finanzierungen weiter.
Exporteure und Importeure
Höhere US-Zinsen können den Dollar stützen: Exporte bringen dann mehr Euro, Öl und Vorprodukte werden teurer.
Anleger in Anleihen
Neue US-Anleihen bringen über 5 Prozent; steigen die Renditen weiter, verlieren ältere Papiere an Wert.

Worauf zu achten ist

Quellen

  1. Federal Reserve: Federal Reserve issues FOMC statement (28.10.2026)
  2. Yahoo Finance: Rate decision live, interest rates held steady in split vote
  3. finanzen.at (Dow Jones): Begleittext zum Beschluss der US-Notenbank

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