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Inflation bei 3,8 Prozent: Energie frisst die Zinsen auf dem Konto

Von April bis September 2026 ist die Teuerung in fast allen großen Volkswirtschaften Europas gestiegen, getragen vor allem von Energie.

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Inflation bei 3,8 Prozent: Energie frisst die Zinsen auf dem Konto

Die Jahresinflation im Euroraum lag im September bei 3,8 Prozent, im April bei 3,0 Prozent. Fast die Hälfte davon, 1,71 Prozentpunkte, geht auf Energie zurück, die sich binnen eines Jahres um 18,9 Prozent verteuert hat.

Was passiert ist

Fakten: Nach Eurostat stieg die Jahresinflation im Euroraum von 3,0 Prozent im April auf 3,8 Prozent im September 2026. Energie verteuerte sich um 18,9 Prozent und lieferte 1,71 der 3,8 Prozentpunkte, Dienstleistungen stiegen um 3,2 Prozent. Spanien, Griechenland und Litauen liegen bei 5 Prozent und mehr, die Schweiz bei 1,2 und Schweden bei 1,0 Prozent. Die EZB hob ihren Einlagensatz im September auf 2,50 Prozent an und verweist auf den Energieschock aus dem Nahostkonflikt. Einordnung: Solange der Anstieg vor allem aus Energie kommt, hängt der weitere Verlauf stärker an Öl- und Gaspreisen als an der Binnennachfrage. Am 29. Oktober zeigt die EZB, wie sie das gewichtet.

Daten: Inflation in Europa, April bis September 2026

Apr. 26Mai 26Jun. 26Jul. 26Aug. 26Sep. 26
Eurozone33.22.82.93.23.8
Deutschland2.92.72.42.82.93.3
Österreich3.43.73.22.72.93.6
Schweiz0.50.90.70.70.91.2
Frankreich2.52.822.42.63.4
Italien2.83.232.93.24.2
Spanien3.53.63.63.94.65
Niederlande2.53.42.532.83
Belgien4.243.33.64.24.5
Griechenland4.64.93.92.73.75.1
Litauen4.95.15.45.45.66.1
Schweden0.51.110.30.31

Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI), Veränderung gegenüber Vorjahresmonat in Prozent · Eurostat, HVPI, Veröffentlichung vom 16. Oktober 2026 (Datensatz prc_hicp_minr)

Was sich konkret ändert

Sparer
Bei 3,8 Prozent Inflation und 2,50 Prozent EZB-Einlagensatz verliert Geld auf dem Konto rechnerisch rund 1,3 Prozent Kaufkraft im Jahr, bei niedrigeren Bankzinsen mehr.
Haushalte
Energie kostet 18,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Wer viel heizt oder pendelt, spürt den Anstieg stärker als der Durchschnitt.
Unternehmen
Energieintensive Betriebe tragen den größten Kostenanstieg. Die EZB-Entscheidung am 29. Oktober bestimmt, ob zusätzlich die Finanzierung teurer wird.

Quellen

  1. Eurostat: Annual inflation up to 3.8% in the euro area (16. Oktober 2026, Kopie der Veröffentlichung)
  2. Eurostat: Euro-Indikatoren, Veröffentlichungskalender
  3. EZB: Geldpolitische Beschlüsse vom 10. September 2026
  4. Destatis: Inflationsrate im September 2026 voraussichtlich +3,3 %

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