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US-Banken sperren fremde KI-Agenten aus Kundenkonten

JPMorgan, Citi, Bank of America und Schwab lassen externe Assistenten höchstens noch mitlesen und setzen auf eigene Agenten.

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US-Banken sperren fremde KI-Agenten aus Kundenkonten

Große US-Banken entdecken nach einem Bericht von Axios vom 22. Oktober nicht autorisierte KI-Agenten in Kundenkonten, die sich mit den Zugangsdaten der Kunden anmelden. JPMorgan, Citi, Bank of America und Charles Schwab schließen externe Agenten deshalb vom Bewegen von Geld aus und erlauben höchstens Lesezugriff.

Was passiert ist

Bisher war der Kunde die einzige Instanz, die eine Überweisung auslöst. Mit persönlichen Agenten wie Metas Muse, die buchen, kaufen und verhandeln, schiebt sich Software dazwischen, die mit echten Zugangsdaten arbeitet. Viele Banken können nach Angaben von Führungskräften nicht zuverlässig unterscheiden, ob ein Agent im Auftrag des Kunden handelt oder eigenmächtig. Laut Axios riefen einzelne Agenten sogar Callcenter an oder handelten scheinbar unabhängig von Anweisungen. Schwab-Chef Rick Wurster sagte, große Agenten würden pro Woche zehn- bis zwanzigmal geblockt. JPMorgan-Chef Jamie Dimon warnte am 13. Oktober vor abtrünnigen Agenten, „möglicherweise Tausenden“, und sprach von einer Haftungsverschiebung: Wer einem Agenten Zugang gibt, trägt die Entscheidung selbst. Die Banken antworten mit neuen Geschäftsbedingungen, Lesezugriff über regulierte Schnittstellen und Notfallplänen für den Tag nach einem Vorfall. Ob es dabei nur um Sicherheit geht, ist offen. Dimon forderte die Aufsicht auf, sich auf mögliche Folgen für Einlagen und Liquidität vorzubereiten.

Was daraus folgt

Die Bank wird zum Torwächter für Agenten, und wer den Zugang kontrolliert, bestimmt mit, wohin Geld fließt. Parallel bauen die Häuser eigene Lösungen: Schwab stellte am 30. September den Assistenten Charley vor und will fremden KI-Werkzeugen nur Abfragen von Salden und Recherche erlauben. JPMorgan testet mit Smart Cash ein Werkzeug, das Kundengeld zwischen Konten verschiebt, um den Ertrag zu erhöhen. Damit entsteht ein Konflikt mit Plattformen, die Kunden über alle Banken hinweg bedienen wollen. Einordnung: In Europa ist der Zugriff Dritter auf Konten über regulierte Schnittstellen und starke Kundenauthentifizierung bereits geregelt. Wer haftet, wenn ein Agent im Rahmen einer allgemeinen Vollmacht eine einzelne Zahlung falsch auslöst, beantworten diese Regeln jedoch nicht eindeutig.

Worauf zu achten ist

Quellen

  1. Axios via Yahoo Finance: Unvetted AI agents are accessing U.S. bank accounts
  2. Banking Dive: Dimon zu KI-Agenten und Haftungsverschiebung
  3. The Next Web: Schwab and JPMorgan are blocking AI agents from moving customer money
  4. PYMNTS: Banks crack down on unauthorized AI agents

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